Karin Dor (1938-2017)

Karin Dor, geboren am 22. Februar 1938 in Wiesbaden, verfügt über einen beeindruckenden Lebenslauf. Als Schauspielerin war sie neben internationalen Produktionen in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Am vergangenen Montag verstarb Dor im Alter von 79 Jahren.

Sean Connery (James Bond) und Karin Dor (Helga Brandt) in Man lebt nur zweimal.

Schon mit 15 Jahren erhielt die geborene Kätherose Derr ihre erste Filmrolle in „Rosen-Resli“ (1954). In den Sechzigerjahre war die rothaarige Schauspielerin in den Kinos kaum wegzudenken. In Deutschland erlangte sie Bekanntheit durch ihre Auftritte in Karl-Mays „Winntetou II“, als sie an der Seite von Pierre Brice die Rolle der Ribanna verkörperte. So gelang es ihr in den folgenden Jahren sich zunehmend für europäischen Produktionen zu empfehlen.

Als Ribanna an der Seite von Pierre Brice in Winnetou II

Bis Mitte der Sechzigerjahre hatte Dor ihre Karriere international angetrieben. 1967 spielte sie in MAN LEBT NUR ZWEIMAL als Helga Brandt die Nummer 11 der Organisation SPECTRE. Als Handlanger von Bond-Gegner Ernst Stavro Blofeld sollte sie 007 ausschalten. Es gelang ihr nicht und wurde durch ihren Anführer auf brutale Art getötet. Bis heute ist Karin Dor das einzige deutsche Bond-Girl.

Karin Dor bei einem Shooting 1966

Kurz nach James Bond wurde der Meister der Suspense auf die Schauspielerin aufmerksam. In seinem Spionagethriller „Topas“ (1969) spielte sie eine Kubanerin. Im Anschluss folgten US-Fernsehproduktionen wie die Serien „Al Mundy“ und „Der Chef“.

Später folgten wieder vermehrte Auftritte in Deutschland. Sie drehte Filme wie „König ohne Krone“ und wirkte in etlichen Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen mit. Dor lebte zeitweise in Los Angeles, verstarb jedoch am Montag (6.11.) in München.